Donnerstag, 21. Mai 2026

3D-Druck Adapter erleichtert das Wechseln

Es hat uns schon immer gestört, dass man an unserem kombinierten Abricht- und Dickenhobel Scheppach hmc 2600 (Baujahr 1995) beim Umbau von einer Arbeitsweise auf die andere den Absaugschlauch abschrauben und an dem anderen Spansammler wieder anschrauben muss, um die Späne vernünftig aufzufangen. Bei dieser über 30 Jahre alten Maschine sind es ja noch zwei Spansammler - für jede Anwendung ein separater notwendig. 

Scheppach hmc 2600 und Zubehör

Das hat jetzt ein Ende. Durch je einen Adapter am Spansammler und einen anderen am Schlauch, die mit Magneten ausgestattete sind, ist ein schneller, werkzeugloser Wechsel möglich.

Anschluss für die Funktion "Abrichten"

Im oberen Bild ist zur Verdeutlichung noch der Abnahmetisch hochgeklappt damit man den Anschluss besser sehen kann. In der Funktion "Abrichten" ist der natürlich wie auf dem unteren Bildausschnitt abgeklappt.

Will man ja nun auf "Dickenhobel" wechseln, sind die üblichen Schritte an der Maschine natürlich weiter notwendig, aber man nimmt nur den Adpater gegen den Widerstand der Magnet ab und dockt den Schlauch des andere Spansammler an und fertig. Das lästige festschrauben der Schlauchschelle entfällt und man kann loslegen.

Anschluss für die Funktion "Dickenhobeln"

Im unteren Bild kann man deutlich die 16 Magnete in der Größe 8 x 3 mm sehen. Da die Vorlage aus MakerWorld nicht ganz mit dem Durchmesser der beiden Spansammler passen, wurde der Anschluss-Bereich mit ein paar Umdrehungen Klebeband aufgepolstert bzw. angepasst. Ich nehme an, der Maschinen-Anschluss-Adpater war bewusst etwas größer, damit er auf jeden Fall bei leichten Abwechungen von 95 - 98 mm passt. Beim Schlachadapter ging der 100 mm Schlauch ohne Problem auf den Anschlussstutzen.

Die ersten Tests ergaben, dass die Teile durch die 2 x 16 Magnete sehr dicht aufeinander gezogen werden. Es war kein Fehlluftzug zu erkennen. Die Teile wurden mit einem Bambu Lab A1 mini mit dem Magnetflansch nach unten gedruckt.



Samstag, 9. Mai 2026

Neues Material - neue Möglichkeiten

Vor längerer Zeit hatten wir Kontakt mit dem jungen Hobbyschreiner Jonas, der in seiner kleinen Aachener Kellerwerkstatt erstaunliche Möbel aus Eiche, Esche, Nußbaum und Co. u.a. für die Wohngemeinschaft, in der er wohnt, herstellt. Ich habe ihn im Vorjahr einmal in seiner Kellerwerkstatt besucht. Wir sind so verblieben, wenn er mal Holzstücke hat, die er nicht mehr für seine Projekte einsetzten kann, dann soll es sich bei mir melden. 

Vor drei Wochen, ich hatte schon gar nicht mehr an den Kontakt gedacht, meldetet sich Jonas und bot an, etliche Reststücke Nußbaum, Esche, Eiche usw. in unserer Werkstatt zu bringen.

Da ich letztens schon ein paar kleine Schmuckdosen hergestellt habe, war das genau das richtige Material um eine neue Art zu versuchen. Hier das Ergebnis:

Schatulle geschlossen - Esche für den Korpus - Nußbaum als Deckel
Geöffnete Schatulle mit drei Fächern - 40 mm Durchmesser

Zweiter versuch mit versetzten Scharnieren
Es waren die ersten Versuchen, solche eine Art Schmuckdose herzustellen, was eigentlich auf Anhieb gelungen ist. Aber wie bei jedem neuen Teil, sehe ich auch schon wieder Verbesserungspotential. Es ist genügend Material da, um bei der nächsten Schatulle etwas besser zu werden. Vielleicht ist das auch etwas für das nächste Mitarbeiter-Treffen von "ENGAGIERT ÄLTER WERDEN", wo wir immer die Möglichkeit haben, zu zeigen, was wir so im Keller der Annaschule am Mittwochnachmittag machen.


Donnerstag, 12. Februar 2026

Mobiler Zyklone-Absauger fertig

Wir müssen immer einmal wieder für eine Aufgabe in den Nebenraum unserer Hobbyholzwerkstatt in der Annaschule ausweichen. Sei es, wie im Vorjahr, als wir die kompletten Schulwerkbänke renoviert haben oder wenn wir mal eine größere Platte mit der Tauchsäge und der Sägeschiene zuschneiden wollen.

Hierzu haben wir dann immer einen großen Werkstattstaubsauger und eine Tonne mit einem selbst gebauten Zyklon-Abscheider mitschleppen müssen. Das war ich leid. Durch die Kooperation mit der Firma Fanztool wurde uns vor einiger Zeit ein etwas anderer Staubsauger angeboten. Angeregt durch ein Bild eines anderen Nutzers dieses Saugers entstand unsere Lösung:

Zyklonabscheider mit Fanztool-Sauger

Diese Lösung besteht aus einem 10 L Blecheimer, einem flachen Zykone-Abscheider, dem Sauger, einem 3D-Druckteil zum einklemmen des Staubsaugerbeutels und dem Staubsaugerbeutel (hier für Miele-Sauger).

Das 3D-Druckteil hat drei Teile. Das erste Teil stellt die Verbindung zum Ausgang das Saugers (50mm Anschluss) her, das zweite Teil ist der Übergang zur Gummilippe des Beutels und das dritte Teil hält den Beutel an dem Kunststoffteil fest. Die drei Teile werden verklebt und mit Schrauben fixiert. Hier im Bild sind noch nicht alle Schrauben fixiert.

Ergebnis kann sich sehen lassen - alle in der Tonne

Der Anschluss an den Zyklon-Abscheider (Kosten ca. 8,00 Euro) erfolgt mit den bewährten 3D-Druckteilen nach dem osVAC-Standard. Die ersten Test haben schon begeistert. Alle Späne fanden sich in der Tonne wieder. Nur wenige kleine Staubpartikel landen im Staubsaugerbeutel und schützen so alle, die damit arbeiten werden.

Da das Ensemble sehr leicht ist, kann es schnell am Griff des Saugers verlagert werden und schon steht es nach dem Anschluss an die Tauch-Säge, den Schleifer oder ein anderes Gerät angeschlossen werden. 

Auflistung der Komponenten:

Wenn man so überlegt, könnte an die Kombi noch mit einer Master-Slave-Schaltung ergänzen, damit der Sauger eingeschaltet wird, wenn das angeschlossene Gerät (Säge, Schleifer usw.) eingeschaltet wird. Mal sehen, was dann noch dran gebaut wird, da das Kabel für den Sauger sehr kurz ist, muss sowie so noch was überlegt werden.

Freitag, 12. Dezember 2025

Jahresende in Sicht

Auch wenn in diesem Jahr einiges anders war, als in den letzten Jahren, möchte ich nicht versäumen eine kurze Zusammenfassung zum Jahresende zu machen.

Es entstanden wieder das ein oder andere Vogelhotel von Udo und auch der ein oder andere schöne Gegenstand aus Holz.

Vogelhotels (Nistkästen) die ihres gleichen suchen

Die größte Herausforderung war die Idee: Unsere Kaffee-/Tee-Ecke soll ein neues Gesicht erhalten. Die alten Küchenmöbel hatten ja schon ein Leben, bevor sie vor Jahrzehnten in unseren Werkkeller kamen. Hier fanden wir dann eine "Restküche" die uns in den nächsten Jahren gute Dienste leisten wird. Ein paar Kleinigkeiten sind noch zu ergänzen, aber es ist jetzt schon sehr schön - Ein Dank geht hier an Maret v. S., die uns die Küchenmöbel gespendet hat. Die beiden Holzbretter, die wir für das Bad in der neuen Wohnung von Maret gemacht haben, war eine leichte Übung als Gegenleistung.

Kaffee-/Tee-Ecke im neuen "Glanz"

Nach dem letzten Baustein in dem vor zwei Jahren begonnenen "Rundumschlag", der Kaffee-/Tee-Ecke, ist nun vorerst mal wieder normale Arbeit in der Werkstatt an der Reihe. Die Maschinen stehen so, dass man gut an einander vorbei kommt, es stehen min. vier unabhängige Arbeitsplätze in der Werkstatt und noch weitere im Nebenraum zur Verfügung. Alles hat in dem großen Schwebetüren-Schrank seinen Platz gefunden, auch wenn der/die ein oder andere sich noch orientieren muss. 

In Zukunft soll dann die ein oder andere in die Jahr(zehnte) gekommene Maschine gegen ein aktuelles Modell, das auch den gestiegenen Ansprüchen an Präzision Rechnung trägt, ausgetauscht werden. Aber das ist noch ein weiteres Thema, vielleicht braucht man da auch wieder etwas Glück und Menschen oder Institutionen, die unsere Arbeit mit und für Senioren unterstützen können und wollen. Hier wäre eine neue Bandsäge von RecordPower - ca. 1000,00 Euro - wünschenswert. Auch bei den Schleifgeräten ist ein Bedarf, damit die Staubentwicklung etwas eingedämmt wird, was z.T. die selbst gebauten bzw. umfunktionierten Maschinen nicht so optimal leisten können.

Schleifgeräte - selbst- bzw. umgebaut

Einige regelmäßige Teilnehmer/innen waren gesundheitlich und familiär etwas angeschlagen und konnten aus diesen Gründe nicht zu unseren Werkstatterminen am Mittwochnachmittag in die Annaschule kommen. Andere kamen zwar nicht zum werkeln, nahmen sich aber die Zeit zum Kaffee trinken in der Pause vorbeizukommen und an unserer Gemeinschaft teilzunehmen.

Im nächsten Jahr hoffen wir, dass alle wieder an Bord sind und wir wieder eine gemeinsame, arbeitsreiche Zeit haben.



Mittwoch, 5. November 2025

WaS in der Masterarbeit von Karin Chau

Als wir vor ca. zwei Jahren über eine Anfrage Karin Chau kennen lernten, war uns nicht bewusst, dass wir irgendwann mal einen kleinen Rolle in der Masterarbeit, die im letzten Jahr fertig wurde, sein sollten.

In der Masterarbeit wird eine japanische Stadt Omori South (Tokyo) - Karin hat zum Teil asiatische Wurzeln - mit dem Aachener Kronenberg und dessen Potential verglichen. In der japanischen Stadt ist Arbeit und Wohnen im gleichen Gebäude gängig. 

Wir haben über die Entstehung des Wohngebiets Kronenberg und das Umfeld und die Aktivitäten lange gesprochen. Im Rahmen der Vorbereitungen für die Masterarbeit hat Karin aber auch die Werkstatt aktiver Seniorinnen und Senioren in der Annaschule besucht, um so etwas vielleicht auch in das Viertel - Kronenberg/Hanbruch - zu portieren.

Da ich vor ein paar Wochen nochmal Kontakt mit Karin aufgenommen habe, kam jetzt die komplette Masterarbeit zu mir. Beim digitalen Durchblättern bin ich dann über diese Bericht über unserer Werkstatt gestoßen.

Titel der Masterarbeit von Karin Chau - 2024/2025

Auszug aus der Masterarbeit - Seite 58

Aber auch die diversen Veränderungen zwischen Bestand und Vision sind bemerkenswert und vielleicht auch mal eine genauere Betrachtungsweise wert:

Listzstr. - Wohnstraße mit Mehrwert nach der Umgestaltung
oben ist Zustand - unten Vision

Ladenstraße mit Leerstand und was werden könnte!
oben ist Zustand - unten Vision

Garagenhof wird zu Arbeitsplätzen oder Stadtteil-Mittelpunkt
oben ist Zustand - unten Vision

Ich finde, es sind interessante Ansätze, die mutige Leute erfordern und dann aber auch einen Mehrwert für alle im Viertel bringen könnten.

Bildquelle: HEIM:WERKEN:STADT - Masterarbeit Karin Chau - Jg. 2024

Für die WaS

Rudi


Donnerstag, 30. Oktober 2025

Jetzt geht es wieder ans Holz

In den letzten Wochen wurde ja die ein oder andere Stunde dem Rest der Neugestaltung der letzten Wand unserer Werkstatt gewidmet. Jetzt wo auch diese Ecke dank der vielen Sachspenden und dem ein oder anderer Geldbetrag aus unseren eigenen Reihen "Geschichte" ist, können wir uns wieder dem "Hölzernen" zu wenden. Am letzten Mittwoch, haben wir das erste Mal in der neuen Küchenzeile unseren Kaffee gekocht. Wir hatten Besuch von der Leiterin Engagiert älter Werden - Gunhild Großmann und ihrer Mitarbeiterin Julia Debus, die sich auch die Veränderung in unserer Werkstatt geschaut und zu Gast bei Kaffee und Apfelkuchen waren.

So werden wieder Nistkästen, Vogelhäuser, Gebrauchsgegenstände, Spielzeug und das ein oder andere, was jetzt noch nicht klar ist entstehen. Auch wurden durch die Zusammenarbeit mit der AWO Hobbyholzwerkstatt ja auch in diesem Jahr so manches gemeinsam auf den Weg gebracht.

Kleine Schmuckdosen - ca. 8 x 5 x 5 cm groß - Rudi
Udo beschäftigt sich nach wie vor mit seinen "Vogel-Hotels", denn einfach Nistkasten zu sagen, würde den schönen Häusern nicht gerecht werden. 
Nistkästen der Extraklasse - jedes für sich ein kleines Kunstwerk - Udo
Aber auch andere Sachen sind im Laufe des Jahres entstanden. Barbara baute einen kleinen Stuhl und ein Tuk Tuk - einem Fahrzeug, wie sie in Süd-Ost-Asien genutzt werden.
Tuk Tuk - Fortbewegungsmittel in Süd-Ost-Asien - Barbara
Theo, der gerne mit Eichenholz arbeitet, hat im letzten Jahr drei Urnen gebaut. Wie zu sehen, es wird in unserer Werkstatt für jede Lebenslage etwas gemacht.
In diesem Jahr haben wir aber auch für die Schule wieder einiges hergerichtet. So wurde ein zerlegbares, höhenverstellbares Lesepult gebaut, das von Tisch zu Tisch getragen werden kann, damit die Schüler/innen im Stehen lesen können.

Tisch-Lesepult - Rudi
Ich selber bin eher damit beschäftigt, Gebrauchsgegenstände herzustellen. Dazu gehören, Pfeffermühlen, Muskatmühlen, große und kleine Schneidebretter, Untersetzer oder Flaschenöffner.

Nachdem ich mir mal das Bild der Wand neben dem Werkzeugschrank angeschaut habe, kam die Idee dort eine Art "Nostalgie-Galerie" anzufertigen, denn wir haben beim Aufräumen etliche alte, zum Teil selber gebaute Werkzeuge und Hilfsmittel gefunden, die zu schade zum Entsorgen sind.
Später mehr dazu

Für die Werkstatt aktiver Seniorinnen und Senioren

Rudi



Samstag, 25. Oktober 2025

Tee-/Kaffee-Ecke fertig

Die alte Küchenzeile aus dem "vorigen Jahrhundert", die über Jahrzehnten zu unserer Werkstatt-Einrichtung gehörte, ist jetzt endgültig Geschichte. Bevor diese Küchenschränke irgendwann vor ca. 30 Jahren in die Werkstatt kam, hatten die Schränke ja auch schon mal ein Zuhause, als waren sie schätzungsweise noch viel älter. 

Jetzt haben wir durch diverse Spenden drei Unterschränke mit Auszügen und Schubladen, zwei(drei) Oberschränke, eine Spüle mit Wandblende und für die Stromversorgung einen Kabelkanal mit Steckdosen.

Neue Küchenzeile - am 23.10.2025

Im rechten Kabelkanal unter dem Werkzeugschrank fehlen noch drei Steckdosen, die aber in der nächsten Woche noch ergänzt werden. Mit etwas Farbe wird der Bereich auch noch farblich abgesetzt.

Wenn dann alles fertig ist, haben wir alles in allem ca. 80,00 Euro ausgegeben, der Rest wurde gespendet, bzw. die Gegenstände waren Teil eines "Tauschgeschäfts". Der Betrag kam für die neue Arbeitsplatte, die Umleimer für Möbelbauten und das Kabelkanalzubehör zu Stande.

Ein herzlicher Dank geht an alles Spenderinnen und Spender, denn ohne Euch wäre das nicht möglich geworden die Küche so herzurichten. Durch Eure Spenden haben wir jetzt für die nächsten "Jahrzehnte" Ruhe. Den nächsten Umbau können dann unsere Nachfahren machen, wenn man bedenkt, wie lange die alten Küchenschränke hier gestanden haben.

Für die Werkstatt aktiver Seniorinnen und Senioren

Rudi


3D-Druck Adapter erleichtert das Wechseln

Es hat uns schon immer gestört, dass man an unserem kombinierten Abricht- und Dickenhobel Scheppach hmc 2600 (Baujahr 1995) beim Umbau von e...